Der Rhäden

Einfach mal entspannen...

Das Naherholungsgebiet Rhäden bei Obersuhl, Bosserode und Dankmarshausen, ein gestaltetes Feuchtgebiet von Überregionaler Bedeutung im Auenverbund der Werra. Feuchtbiotope bestimmen das Landschaftsbild in der ca. 300 ha großen Niederung zwischen den Ortsteilen Obersuhl und Bosserode in Hessen, und Dankmarshausen in Thüringen, dass ja bis 1989 in der DDR lag. Wie die Geschichte belegt, hat sich das Landschaftsbild in diesem Raum durch Nutzungsänderung, mehrmals grundlegend geändert. Der Rhäden war ehemals ein Sumpf, wurde 1859 von den 3 Gemeinden trockengelegt, und einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Auf einer letzten Kahnfahrt am 12. Mai 1858 wurden vom Bauunternehmer Egeling und dem extra aus Kassel angereisten Regierungsrat Setzekorn folgendes vermerkt. Die große Wasserfläche hatte viel Reizendes, namentlich fesselten Seerosen in zwei Arten, Wasserhahnenfuß gleich einer Schneedecke, ferner Bitterklee, Wasserfedern und eine Menge anderer Wasserpflanzen das Auge.

 

In ornithologischer Hinsicht bot sich eine höchst interessante Szenerie. Umherschwärmende Kiebitze und am Rand stehende oder langsam Nahrungssuchende Störche, ebenfalls eine große Anzahl von Enten jedoch konnte man nur, die zwei Arten nämlich Stockente und Kriekente mit Sicherheit bestimmen. Eine kleine vollkommen ausgefärbte Möwe auf Nahrungssuche die in Hessen noch nicht gesichtet wurde, konnte später erlegt und der Sammlung des Vereins Naturkunde in Kassel zugeführt werden. Auf den Moospulten konnten Seeschwalben die nach Größe und Färbung als weißbärtige Seeschwalben angesprochen werden mussten. Unter den Sumpfvögeln, waren die Kampfläufer, am Augenfälligsten, mit verschiedenen Kragenfärbungen auch Weibchen zeigten sich auf den Moospulten. Später aufgefundenen Nester, mit Eiern, zeigten, dass er hier brütete. Mehrfach erschien auch der rotschenkliche Wasserläufer. Auch Rufe vom Bruchwasserläufer wurden gehört. 

 

Durch die Jahrzehnte lange ehrenamtliche Arbeit, der 1964 gegründeten Vogelschutzgruppe Obersuhl, konnte sich bei der Gestaltung und Renaturierung des Rhäden, eine über aus Artenreiche Vogel-Tier und Pflanzenwelt erhalten und weiterentwickeln werden. Von verschiedenen Entenarten über Störche bis hin zu Pelikanen, die schon im Rhäden gesichtet worden sind, sorgen für ein abwechslungsreiches Bild im rund 300 Hektar großen Gebiet. Das voll erschlossene Naturschutzgebiet ist mit einem acht Kilometer langen Rundweg ausgestattet und hat zudem vier verschiedene Beobachtungsstände, wo man die Tiere bestens beobachten kann.

Landwirtschaftsentwicklung

Heute betreuen wir das  Naturschutzgebiet Rhäden von Obersuhl und Bosserode mit 125 ha sowie das Naturschutzgebiet  Aue von Obersuhl mit  70 ha.

 

Der Dankmarshäuser Rhäden mit ebenfalls 125 ha, wird von der Naturschutzgruppe aus Dankmarshausen betreut.

 

Für das Naturschutzgebiet Seulingssee bei Kleinensee 21 ha ist der Unkenfachmann Detlef Schmidt zuständig.